Jazz & Literatur

Zwei Kunstformen passen dann gut zusammen, wenn sie sich ergänzen, gegenseitig inspirieren, miteinander in den Dialog treten oder: sich durchaus auch mal provozieren. Dafür steht Thomas Lutz' Talking Guitar.

 

 

nzwischen steht die Formation Thomas Lutz' Talking Guitar für die Begegnung von Literatur und Musik. Die Rezitatorin und Literaturkennerin Dr. phil. Friederike Lutz, Wolfgang Kehle (Bass) und Thomas Lutz (Gitarre) haben sich als der Kern dieser Begegnung herauskristallisiert und sind mehr und mehr gemeinsam unterwegs. Lyrik und Prosa, Satirisches, Moralisches oder Unterhaltsames aus der Literatur der Jahrhunderte begegnen dem Jazz und den eigenständigen Pop- und Rock-Bearbeitungen in humorvoll kammermusikalischer Manier ohne Marotten.

Inzwischen steht die Formation Thomas Lutz' Talking Guitar für die Begegnung von Literatur und Musik. Die Rezitatorin und Literaturkennerin Dr. phil. Friederike Lutz, Wolfgang Kehle (Bass) und Thomas Lutz (Gitarre) haben sich als der Kern dieser Begegnung herauskristallisiert und sind mehr und mehr gemeinsam unterwegs. Lyrik und Prosa, Satirisches, Moralisches oder Unterhaltsames aus der Literatur der Jahrhunderte begegnen dem Jazz und den eigenständigen Pop- und Rock-Bearbeitungen in humorvoll kammermusikalischer Manier ohne Marotten.
Inzwischen steht die Formation Thomas Lutz' Talking Guitar für die Begegnung von Literatur und Musik. Die Rezitatorin und Literaturkennerin Dr. phil. Friederike Lutz, Wolfgang Kehle (Bass) und Thomas Lutz (Gitarre) haben sich als der Kern dieser Begegnung herauskristallisiert und sind mehr und mehr gemeinsam unterwegs. Lyrik und Prosa, Satirisches, Moralisches oder Unterhaltsames aus der Literatur der Jahrhunderte begegnen dem Jazz und den eigenständigen Pop- und Rock-Bearbeitungen in humorvoll kammermusikalischer Manier ohne Marotten.

Zwei Stimmen begegnen sich auf der Bühne. Die Gitarre will erzählen, singen, tanzen. Das gesprochene Wort nimmt mit auf eine Reise durch die Literaturen der Jahrhunderte und der Welt.

Unterhaltung und Anspruch miteinander in Einklang zu bringen, das ist die Motivation, die Thomas und Friederike Lutz antreibt, wenn sie ihre Programme auswählen und erarbeiten.

Thomas Lutz bringt mit der Konzentration auf ein Instrument die Gitarre ins Gespräch miit der menschlichen Stimme. „Die Gitarre kann so viel, aber doch spielt sie oft nur eine Nebenrolle“, erklärt Thomas Lutz seine Motivation zu diesem Ansatz, der der Musik und dem gesprochenem Wort gleiches Gewicht verleiht.

So erklingen Lyrik und Prosa neben, aber auch durchaus zur Musik. Jazztitel greifen den Rhythmus des Textes auf und fordern oftmals Aspekte und Eigenschaften eines Textes heraus, die nur gesprochen verborgen blieben. Die Musik ist mehr als nur eine schöne Begleiterin der Literatur. Und die Literatur mehr als nur eine interessante Unterbrechung der Musik.

Thomas Lutz' Talking Guitar steht für die Begegnung von Literatur und Musik. Lyrik und Prosa, Satirisches, Moralisches oder Unterhaltsames aus der Literatur der Jahrhunderte begegnen dem Jazz und den eigenständigen Pop- und Rock-Bearbeitungen in humorvoll kammermusikalischer Manier ohne Marotten.

Zur Zeit sind wir mit sechs Programmen unterwegs.

 
 

Fliegende Wörter – Ein lyrisch-musikalischer Streifzug durch die Welt der Poesie
Premiere am 7. November 2014 bei RavensBuch in Friedrichshafen

 

Inspiriert vom Lyrikkalender „Fliegende Wörter“, der jetzt für 2018 im 24. Jahr erschienen ist, entfaltet sich ein lyrisch-poetisches Mosaik aus kurzen Kalendergedichten, gefunden in den Poesien der Welt von der Antike bis zur Gegenwart. Den Rhythmus bestimmt – neben dem Lauf des Jahres - der Wechsel zwischen Musik und Literatur. Dazu lassen sich Thomas und Friederike Lutz inspirieren, die Texte und Jazztitel miteinander zu konfrontieren. So entstehen ganz neue literarische und musikalische Farben - wenn etwa Robert Gernhardts wilde Abrechnung mit der reichen Jugend, die "Wiener Anwandlung", auf das James-Bond-Thema gesprochen wird. Oder wenn Eduard Mörikes Klassiker "Um Mitternacht" ganz neue Nuancen durch einen unterlegten Bossa Nova gewinnt.

Das Publikum reagierte nach der Premiere begeistert über diesen ganz eigenen Zusammenklang von Musik und Lyrik sowie auf die Auswahl der Gedichte.

Friederike Lutz kann seit dem ersten Kalender, der 1994 erschien, kaum den Herbst abwarten, wenn wieder Kalenderzeit ist. Die ungewöhnliche und einzigartige Gestaltung, die die Gedichte aus aller Welt zu Bildern werden lässt, und die individuelle und oftmals überraschende Auswahl der Gedichte, die keinem Kanon folgen, haben sie inspiriert, die „Fliegenden Wörter“ zum Sprechen zu bringen.



„Ein leeres Glas gefällt mir nicht…“ – Jazz und Lyrik weinselig
Premiere am 11. Oktober im "Ritter" Laimnau

Thomas Lutz‘ Talking Guitar und die Rezitatorin und Literaturliebhaberin Friederike Lutz laden zu einem sinnen- und genussfreudigen Abend: „Ein leeres Glas gefällt mir nicht, /
ich will, dass was darinne“.

„Jedoch wie geistlos – sei’n wir offen! - / wird diese Köstlichkeit gesoffen!“ Um der von Heinz Erhardt beklagten Geistlosigkeit zu begegnen, schlägt Friederike Lutz einen heiter-melancholischen Bogen über die trinkfreudige und –verständige Literatur der Jahrhunderte.

Die „spirituelle“ Reise trifft auf einen von Robert Gernhardt zusammen getrommelten Philosophenstammtisch, begegnet mit Storm und Kästner dem Oktober, hört von Scheerbarts „Säufertraum“ mit einem Kamel und schaut in Fritz Eckengas Küche vorbei, in der zwischen Weißem und Rotem Fisch und Huhn verschmurgeln. Goethe und Eichendorff könnten durchaus auch zwischendurch reinschauen.

 

Stories in Jazz

heißt das bereits mehrfach begeistert aufgenommene Programm, in dem Musik und Texte eine enge Verbindung eingehen. Vor der Kulisse bekannter Jazztitel entfalten Texte von großen Männern des Jazz, die ihre Sicht auf die Musik des schwarzen Amerika darstellen, ihre Wirkung. Wynton Marsalis und Miles Davis vertreten nicht nur zwei Generationen von Musikern, sie führen auch mit unterschiedlicher Rigorosität den Kampf um die Anerkennung des Jazz als ernstzunehmender Musik und als Beitrag Amerikas zur Weltkultur. Friederike Lutz trägt im Wechsel mit den passenden Titeln  die Texte vor und gewährt damit auch Blicke hinter die Kulissen der Musik. Ein literarisch-musikalisches Miteinander, das sich gegenseitig ergänzt und Unterhaltung auf hohem Niveau verspricht.

Die Schwäbische Zeitung schrieb dazu: "Damit schaffen es Vortragende und Band, im Wechsel, eine Spannungskurve aufrecht zu erhalten, ein literarisch-musikalisches Wechselspiel zu inszenieren...Man wechselt zwischen „Night and Day“, dem „Basin Street Blues“, „How high the Moon“ oder „Lulu’s back in Town“. Dabei wird die Veranstaltung nicht etwa zu einer schulmäßigen Geschichte des Jazz. Die gelungene Verbindung von Zitaten und Jazzmusik schafft es vielmehr, ein wenig vom „Jazzfeeling“ vom „Bouncing“, „Blues“ und „Bluetones“ zu vermitteln."

Im Repertoire von Thomas Lutz' Talking Guitar und Literatur sind außerdem folgende Programme:


Satirisches mit Robert Gernhardt
(seit Herbst 2011)


"Ich mach mir nichts aus Blasmusik, ich mach mir nichts aus Schach, die Blasmusik macht mir zuviel, der Schach zu wenig Krach."

Robert Gernhardt (gestorben 2006) war ein Meister der deutschen Sprache. Alltagssituationen wusste er lyrisch wie auch in Prosa satirisch zu überhöhen, mit lyrischen Formen aufs Trefflichste zu spielen, Inhalt und Form so zusammenzubringen, dass selbst die hochmögende FAZ ihn adeln musste. Er konnte kalauern und im nächsten Moment feinsinnig die klassische Lyrik verballhornen. Es machte ihm auch nichts aus, die eigene Generation der Achtundsechziger kräftig durch den Kakao zu ziehen mit ihren Ansprüchen und deren Scheitern an Nichtigkeiten. Er war sich für nichts zu schade und textete für das Satiremagazin Titanic ebenso wie für den Blödelbarden Otto Waalkes.

 

 
Politisch-Allzumenschliches: Kästner, Kraus und Tucholsky (seit Frühjahr 2012)

"Das Wort Familienbande hat einen Beigeschmack von Wahrheit." Meinte Karl Kraus, der bissige Journalist der Weimarer Republik, und war da auf seine Art ganz einer Meinung mit Kurt Tucholsky. Und auch Erich Kästner, wie die beiden anderen ein Meister der (spitzen) Feder, nahm weder für das Kabarett noch für die Zeitungen ein Blatt vor den Mund, wenn es darum ging, seiner Zeit und ihren Menschen einen satirischen und bisweilen bissigbösen Spiegel vorzuhalten.

Diese drei Großen der Satire stehen im Zentrum dieses Programms, das Politisches, Gesellschaftliches, Alltägliches in mehreren Kapiteln lustvoll auf die Schüppe nimmt. Ein vergnüglicher Abend, der einem manchmal auch den Atem stocken lässt.

 

Kratzer auf der Christbaumkugel – Satirisch-Nachdenkenswertes zum Fest (seit Dezember 2012)

Na, das kann ja ein heiteres Fest werden: gleich vier Jahresendgestalten schickt Robert Gernhardt zu einer wohl situierten Dahlemer Familie mit zwei Kindern. Politisch ganz korrekt nach Tulcholsky‘scher Manier verteidigt ein Engel die Entscheidung des HERRN,  zwei Weihnachtsmänner in diesem Jahr aktiv sein zu lassen. Mildtätig zerlegt die Försterin am Nikolausabend ihren Gatten à la Loriot und  erlebt Axel Hacke den extraterrestrischen Horror im Elektrokaufhaus. Frohe Weihnachten also!

Wenn dann zu diesem nostalgisch-satirischen Literaturprogramm Thomas Lutz‘ Gitarre ironisch den Sandmann bittet, einen Traum zu schicken, „Apaches“ Gäule galoppieren lässt oder lächelnd verkündet, dass Lulu wieder in der Stadt ist, dann verspricht die Mischung aus Text und Musik einige Überraschungen. Gemäß dem Motto „Kratzer auf der Christbaumkugel“ knirscht hier nicht nur der Schnee.

Der Südkurier schrieb dazu:

"Ach, ist das schön! Und schön, wie dem Adventlichen wieder eins übergebraten wird (...) Loriot und Kästner, Tucholsky und Rosenlöcher liest Friederike Lutz so, wie man auch Kinder in den Bann zieht: mit einer Dramatik, die in der Andeutung bleibt und nie alles gibt. Die Mutter der Autorität ist immer noch die Selbstdisziplin. (...) Zahnlos ist anders."


Musik und Literatur erklangen unter anderem im Münzhof Langenargen, in der Zeppelin Universität Friedrichshafen, im Dornier Museum Friedrichshafen, im Gasthof „Ritter“ in Laimnau, im Foyer des Kursaals Überlingen, im Kulturhaus Caserne Friedrichshafen und im Café am Schloss Wolfegg. Im Juli 2014 waren wiir zu Gast in der Pasinger Fabrik München.

 

 

 

 

Thomas Lutz, © Bernhard Gehring Friederike Lutz, © Lisa Voss-Loermann